Ist Poseidon Folk-Fan? Diese Frage stellten sich sicherlich die mehr als 1.800 Folkfans, die zusammen die neunte Auflage des Castellans Folksommers am Kulturufer Nasses Dreieck feierten, als kurz vor dem Showfinale des Hauptacts des Festivals, der Band “Firkin” aus Ungarn, ein Wolkenbruch das Festivalgelände überzog, der seinesgleichen suchte.
Die Festivalinsel am Nassen Dreieck war schon früh am Abend sehr gut besucht und unaufhörlich strömten mehr und mehr Folkfans in den “größten Open-Air-Pub” außerhalb Irlands, um beim Castellans Folksommer dabei zu sein. Den Anfang des Abends machte „MacPiet“, der das Publikum gekonnt mit Dudelsack und Gitarre und schlagkräftigen Ansagen flott in die richtige Stimmung brachte, ehe die erste Band des Abends, unsere guten Freunde von „Good Nightfolks“ aus Münster, das Festival mit ihrem ersten Set eröffneten. Es dauerte gar nicht lange, ehe der Platz vor der Bühne eng wurde und die Ersten anfingen zu tanzen.
Zum 9. Castellans Folk Sommer, der am 28. Juli 2012 über die Bühne geht, erwartet euch mal wieder ein Hammer Line-Up! Unser Bookingteam hat ganze Arbeit geleistet und -wie wir meinen- ein super Programm für euch zusammengestellt ! Das Booking ist jetzt abgeschlossen und das Festival wird 2012 mit 4 Acts an den Start gehen.
Tickets zum sensationellen VVK-Preis von 7,00 Euro könnt an den örtlichen Vorverkaufsstellen erwerben. An der Abendkasse kosten die Tickets 9,00 Euro. Kinder unter 14 Jahren zahlen keinen Eintritt und sind herzlich willkommen!
Nach einem super Festival 2009 dachten wir, dass das obere Ende der Fahnenstange erreicht war. Mitnichten! Ein super motiviertes Team von Helfern hatte das Festivalgelände mal wieder hervorragend vorbereitet, so dass dem Ansturm von fast 1.000 musikbegeisterten Besuchern nichts mehr im Wege stand…
Den musikalischen Anfang des Festivalabends machte die Band Children of Lir aus Köln, die mit einem breitgefächerten Instrumentarium und mit der klaren Stimme der Sängerin Diana Feinen zu überzeugen wussten.
Die Zuschauer bemerkten während des Auftritts jedoch nichts von der langsam steigenden Nervosität unter den Organisatoren, weil der Top-Act des Abends – Firkin aus Budapest- noch immer nicht eingetroffen waren, obwohl sie schon seit Stunden zum Soundcheck erwartet wurden.
Die englische Tanzgruppe “The Chingford Morrismen” aus Hörstel Partnerstadt Waltham Abbey legten in den Umbaupausen immer wieder musikalische und tänzerische Kabinettstückchen aus ihrer Heimat ein.
Erst kurz bevor die zweite Band des Abends, “De Drangdüwels” aus Schleswig-Holstein die Bühne betrat, machte sich Entspannung bei den Organisatoren breit, weil die ungarische Band in der Zwischenzeit eingetroffen war. Die Drangdüwels heizten dem Publikum mit ihren provokant und in Plattdeutsch vorgetragenen Stücke im Pogues-Stil ordentlich ein.
Den fulminanten Abschluss des Abends machten dann die sehnsüchtig erwarteten “Firkin” aus Budapest mit einer gekonnten und ambitionierten Show von Flogging-Molly-Klassikern aber auch vieler eigener Stücke!
Das Publikum wusste den kurzweiligen Abend bei einigen Guinness oder Kilkenny-Bierchen zu genießen! Publikum und auch die Bands genossen die herrliche Atmosphäre am Kulturufer Nasses Dreieck. Gerüchten zufolge soll es Verbrüderungsszenen zwischen deutschen und ungarischen Bands gegeben haben, die …. (naja, darüber schweigt der Chronist wohl besser! Auf jeden Fall war’s lustig!)